Von der Erfindung zur Anwendung (2)

Wendschuch’s regulierbares Luft- oder Wasserpolster für Telephonhörrohre (1890)

Bisher machte sich bei allen Fernsprechapparaten die Unzulänglichkeit geltend, daß die Muscheln der Hörrohre sich nicht vollkommen dicht an das Ohr anlegen ließen, was die Deutlichkeit der aufgenommenen Worte, bez. Töne beeinträchtigte; außerdem wurde durch die harten Holztheile ein lästiger Druck auf das Ohr verursacht. In beiderlei Hinsicht ist durch eine einfache Vorrichtung Abhilfe geschaffen, welche von dem Patentinhaber und alleinigen Fabrikanten Karl Wendschuch in Dresden, Trompeterstraße 18, an den gebräuchlichen Telephonhörrohren angebracht wird. In der untenstehenden Figur ist diese wichtige Vervollkommnung der Fernsprechapparate veranschaulicht. Dieselbe besteht darin, daß die Anlegeflächen durch bloßes Aufstecken auf die hölzerne Muschel mit einem Luft- oder Wasserpolster versehen werden, das jede Nebengeräusche abschließt und dabei eine für das Gefühl angenehme elastische Zwischenlage bildet.

Illustrirte Zeitung 27. Sept. 1890

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