Kritik der Medienkritik

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Ernesto Pirovano – Olivetti M20 (1920)

Es geht nicht darum, Medienkritik an sich zu diffamieren. Die Entwicklung der Medien ist Folge und Motor des gesellschaftlichen Wandels. Selbst unsere Wahrnehmung von Welt und unser Selbstbild bleiben von diesen Veränderungen nicht unberührt. Schon dies wäre Grund genug, um die Veränderungen der Medienlandschaft aufmerksam zu verfolgen und kritisch zu begleiten.
Kritik ist allerdings anzumelden, an der Art und Weise anzumelden, wie über Medien diskutiert wird. Eine produktive Auseinandersetzung mit der Medien- und Informationsgesellschaft beginnt mit einer Kritik an den Allgemeinplätzen des gängigen Mediendiskurses.
Medienkritik sollte den Blick öffnen für die Medien als kulturrelevante und kulturverändernde Instanzen. Dazu kann die Auseinandersetzung mit Verlust-, Verfalls- und Bedrohungsszenarien, wie sie in der kulturpessimistisch grundierten Medienkritik häufig angesprochen werden, einen Beitrag leisten.

Medienkritik als Kulturkritik – Verlust – , Verfalls – und Bedrohungsszenarien