(1) Eine Erfindung sucht ihre Anwendung – Öffentliche Telefonzellen

1881: Das Chicagoer Polizeitelefon und Streifensystem

An dafür geeigneten Punkten werden in den Stadtteilen Polizeistationen eingerichtet, in denen sich Polizisten, ein Pferd und ein Fuhrwerk bereithalten. Das Fuhrwerk ist mit einer Tragbahre, Decken und anderen Vorrichtungen ausgestattet, um kranke und verwundete Personen sowie verlorene Kinder und tatverdächtige Personen ordnungsgemäß aufzunehmen und zu versorgen. In telefonischer Verbindung mit den Bezirksstationen stehen Alarmhäuschen, die Schilderhäusern ähneln und an geeigneten Punkten entlang der Straßen eingerichtet werden. Wie man aus der großen Illustration entnehmen kann, sind die Alarmhäuschen groß genug, um einer Person Platz zu bieten, die sich darin einschließen kann, falls Vertraulichkeit erwünscht wird oder um die Sicherheit zu gewährleisten. Schlüssel zu diesen Alarmhäuschen werden an ehrbare Bürger ausgegeben und von allen Polizisten mit sich geführt, die zusätzlich einen Freigabeschlüssel bei sich tragen, mit dessen Hilfe sie den allgemeinen Schlüssel aus dem Schloss entfernen können. Um sicherzustellen, dass die Alarm gebende Person das Eintreffen der Polizei abwartet und um Missbrauch zu verhindern, ist jeder Schlüssel nummeriert und der Name seines Besitzers registriert. […]

Zurzeit beträgt die Zahl der in Chicago einge-richteten Alarmhäuschen mehr als hundert. Man geht davon aus, dass sich diese Zahl im Laufe des Jahres verdoppeln wird. Die praktische Arbeit des Systems wird als im höchsten Maße zufrieden stellend eingeschätzt. Gemessen an der Zahl der Festnahmen hat sich die Effektivität der Polizei nahezu verdoppelt. Außerdem wird von einer spürbaren Abnahme bei der Zahl der Verbrechen berichtet.

Übersetzt nach: Scientific American 23. April 1881

 

1901: Einführung öffentlicher Telephonzellen in New Haven

Öffentliche Telephone sollen bald an den Straßenecken in New Haven errichtet werden. Sie werden ähnlich wie Feuer­melder aussehen. An allen vier Seiten ist die wohlbekannte blaue Glocke zu sehen. Normalerweise sind die Gehäuse ver­schlossen. Sie öffnen sich bei Einwurf einer Münze in einen Schlitz. Wenn die Tür offen ist, ist der Vorgang, um eine Telephonverbindung zu erhalten, derselbe wie in jeder öffent­lichen gegen Bezahlung zu benutzenden Telephonstelle. Das Telephonverzeichnis hängt an der Tür. Wenn der Hörer wieder aufgehangen wird, schließt sich die Tür automatisch.

Übersetzt nach: Scientific American 27. April 1901

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