WebQuests und Deutschunterricht

Die Arbeit mit WebQuests bietet Möglichkeiten der Forderung nachzukommen, Schreib- und Leseaufgaben in umfassende Handlungskontexte einzubetten, um so zur Lektüre und Produktion konkreter Textsorten zu motivieren.

Die Nähe zwischen einem Deutschunterricht, der sich handlungsorientiert mit authentischen Textsorten auseinandersetzt, und WebQuests erschließt sich nicht sofort. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Unterrichtsvorschläge, die auf deutschsprachigen Websites unter der Bezeichnung „WebQuest“ veröffentlicht werden. Oftmals handelt es sich dabei lediglich um Arbeitsblätter mit Aufgaben, die durch Recherchen im Internet gelöst werden sollen. Mit dieser Abgrenzung ist keine Abwertung derartiger Unterrichtsvorschläge verbunden, da sie nicht nur im Unterrichtsalltag ihren Platz haben, sondern auch einen Beitrag zur Entwicklung von Such- und Lesestrategien für das Internet leisten können.

Orientiert man sich an den Leitideen für WebQuests, wie sie in den USA von Bernie Dodge entwickelt wurden, dann handelt es sich um ein didaktisches Konzept zur Umsetzung konstruktivistischer Vorstellungen von Lernen. Für die Umsetzung dieses Konzepts spielt die Auseinandersetzung mit Textsorten – und damit der Deutschunterricht – eine wichtige Rolle. Dies zeigt sich, so bald man sich inhaltlich auf dieses Konzept einlässt.

WebQuests – Eine Chance und Herausforderung für den Deutschunterricht pdf

Aus:  Der Deutschunterricht 6/2006,  S. 82 – 86

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